Category Archives: Fachartikel

Baba Rampuri talks about Patanjali Yoga Sutras and the Bombay muscle beach culture origions of Sivananada, Krishnamacharya Yoga and Patabli Jois Ashtanga

Baba Rampuri interview
Baba Rampuri: Patanjali was one of the greatest ever humarians, the greatest ever thinkers, a brilliant, brilliant man beyound believe.

His yoga sutras was a menemic device that was easyily memorized, as a commentary on Pāṇini’s Ashtadhyay. It has to do with speech.

This is a composition about speech. This is not about Hatha Yoga. This is not physical culture. This is not psycholocial culture. This is not philosophy. This is a technical text, a magical text of speech. The greatest ever compositions

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crisscross

Wie Pilates Yoga bereichert – Bauchmuskeln stärken, Lendenwirbelsäule stabilisieren

Zu schwache Bauchmuskeln, Hyperlordose und Probleme im unteren Rücken sind häufige Beschwerdebilder, die eine schmerzfreie und leichtfüßige Yogapraxis beeinträchtigen. Pilates in die Yogapraxis zu integrieren kann da Abhilfe verschaffen und zu einer kraftvollen und anmutigen Asanapraxis führen.

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Heart opener - Das Herz öffnen

Yoga Anatomie – Heart opener – Herz Asanas

Heart Opener Weite, Leichtigkeit und Elastizität: Übungen für den Brustkorb
Text Eva und Henning Moog
Der Brustkorb (Thorax) ist ein ausgesprochen elastisches und flexibles Gebilde aus Knochen, Knorpel, Gelenken und fein verwobenen Muskelschichten. Vorne bilden das Sternum, hinten die Brustwirbelsäule und dazwischen grazile Rippen seine bienenkorbähnliche Form und umschließen schützend Herz und Lungen. Im Vergleich sind Schädel und Becken im Knochenbau weitaus rustikaler. Der Brustkorb ist an der Wirbelsäule aufgehängt. Über Rippen und Gelenkflächen an den Querfortsätzen der Wirbel geht er mit der Brustwirbelsäule eine elastische Verbindung ein. Vorne verbinden sich die Rippen auch über knorpelige Gelenkverbindungen mit dem Sternum.

Ein Ziel im Yoga ist es, einen elastischen und lebendigen Brustkorb zu entwickeln. Die Elastizität des Brustkorbs wird durch eine Mobilisierung der einzelnen Brustwirbel, der Rippen und des Brustbeins vorne erreicht. Die Brustwirbelsäule mit ihren 12 Wirbelkörpern ist der längste Teil der Wirbelsäule. Ihre Gelenkflächen stehen nahezu vertikal, wie die Achse einer Wendeltreppe. Damit erlauben die Brustwirbel vor allem auch Drehungen und Wendungen wie zum Beispiel beim Drehsitz, Matsyendrasana, oder beim Krokodil, Nakrasana, in Rückenlage.

Aber die Brustwirbelsäule erlaubt auch Vor-, Rück,- und Seitbeugen. Die Kobra-Position, Bhujangasana, ist ein Sinnbild für die Öffnung des Herzraumes. Das Bild des Lächelns zwischen den Schlüsselbeinen oder B.K.S. Iyengars Öffnen der „eyes of the chest“ beschreiben diese Öffnung sehr schön. Auf der physischen Ebene bewirkt das subtile Anheben des Sternums die Weitung zwischen den Schlüsselbeinen.

Der Brustkorb in der Bewegung Im Idealfall integriert sich der Brustkorb in die Bewegung von Becken und Kopf, wobei die unteren Rippen dem Becken, die oberen dem Kopf folgen. Die Brustwirbelsäule kann sich längen.

Beim Gehen und Laufen richtet sich die Wirbelsäule im Moment des Abstoßens vollständig auf. Der Bewegungsimpuls wird über das Becken an den Brustkorb und Kopf weitergegeben. Der vordere, obere Beckenrand hebt sich und verbindet sich mit den unteren Rippen. Das Brustbein und die oberen Rippen vorne streben in Richtung Kopf. So wirken unterschiedliche Bewegungsrichtungen im Brustkorb. Der Bewegungs- bzw. Energieimpuls wandert vom Beckenboden entlang der Wirbelsäule, durch das Brustbein bis in die Kopfkrone. Jeder Schrittwechsel erlaubt ein Zurückschwingen der Wirbelsäule in die Doppel-S-Form, einhergehend mit einem Absenken des Brustbeins und des vorderen Beckenrands, bis der andere Fuß wieder Kontakt mit der Erde aufnimmt. Beim Gehen und Laufen spricht man von einem frei schwingenden Brustkorb. Im Moment der Aufrichtung weitet und öffnet sich der Brustkorb, und im Wechsel zwischen den Schritten zieht sich der Brustkorb wieder zusammen.

Atmung
Mit diesen Bewegungsabläufen synchronisiert sich der Atem auf natürliche Art und Weise, bzw. lassen sich bei der yogischen Atmung entsprechende Bewegungsprinzipien aufzeigen. Ein beweglicher Brustkorb hat den Vorteil einer effizienten Atmung. Bei der vollständigen Einatmung richtet sich die Wirbelsäule insgesamt auf. Dabei heben sich die unteren Rippen hinten, die unteren Rippen vorne senken sich. Die Lendenwirbelsäule erfährt eine Streckung aus der Lordose heraus. Im oberen Brustkorb Bereich verhält es sich genau umgekehrt. Das Sternum und die oberen Rippen vorne heben sich, die oberen Rippen hinten senken sich. Die Brustwirbelsäule erfährt eine Streckung aus der Kyphose heraus. Bei der Ausatmung schwingt die Wirbelsäule wieder sanft in ihre Doppel-S-Form zurück. Das Ein- und Ausatmen erzeugt diese kontinuierliche Schwingung der Wirbelsäule, ein rhythmisches Ausdehnen und Kontraktieren. Das S der Wirbelsäule wird in die Länge gezogen und schwingt wieder zurück in seine Kurven.

Bei der yogischen Atmung wandert die Energie (der Prana) entlang der Wirbelsäule von unten nach oben, beim Ausatmen wandert sie wieder von oben nach unten zurück. Für einen guten Pranafluss ist „Durchlässigkeit“ das Zauberwort. Sind Brustwirbelsäule und Brustkorb durchlässig, durchströmt Prana bei der Einatmung das Brustbein und erweckt das Herz. Er verteilt sich über die Schlüsselbeine und weitet auch den Bereich zwischen den Schulterblättern. Die Muskeln und Zellen durchströmt Energie, und sie werden zu neuem Leben erweckt. Bei der Ausatmung zieht sich das Gewebe wieder zusammen, so dass viel Restluft ausgeatmet werden kann – jetzt ist Apana, die ausscheidende Energie, aktiv.

Asanas
Ein flexibler Brustkorb ist Voraussetzung dafür, dass Asanas wie Kobra (Bhujangasana), Brücke (Sethu-Bandhasana) oder Rad (Chakrasana) wohltuend auf die Gesundheit wirken. Ist der Brustkorb unbeweglich wie ein Kasten, entsteht Kompression im unteren Rücken. Dann bewegt sich der Brustkorb nur en bloque, d.h. mehrere Wirbelsegmente der Brustwirbelsäule sind unbeweglich und einzelne Wirbelsegmente der Lendenwirbelsäule werden überstrapaziert. Die weitverbreitete Anleitung „Hebe dein Brustbein!“ kann den Stress im unteren Rücken noch verstärken, wenn der Brustkorb nicht elastisch beweglich ist und dadurch der Druck in das Kreuz gehebelt wird.

Um den Brustkorb aus seinem Block zu befreien und beweglicher zu machen, sollte in den Rückbeugen eine Verbindung zwischen dem vorderen, oberen Beckenrand und den vorderen unteren Rippen des Brustkorbs erhalten bleiben. Damit ist gemeint, dass die Streckung des unteren, vorderen Brustkorbs in Richtung Becken ausgerichtet wird. Diese Verbindung zwischen Becken und Brustkorb über die Bauchkraft aufrechtzuerhalten, ist eine subtile Form von „Core Integration“. In amerikanischen Anatomie-Yogabüchern wird diese Stabilisierung des unteren Rückens auch einfach als „airbag“ bezeichnet. Das obere Brustbein steht in Verbindung mit den oberen Rippen. In Rückbeugen sollte es sich entsprechend weiter nach oben und nach hinten ausrichten, ohne Verengung der Schulterblätter. Der Brustkorb wird also vorne bildlich wie ein Gummiband auseinandergezogen. Die unteren Rippen vorn ziehen nach vorne unten, das Brustbein zieht nach oben hinten. Der obere Anteil des Brustbeins (das Manubrium) bildet mit den Schlüsselbeinen über das Sterno-Clavicular-Gelenk eine Verbindung.

Hebt sich das Brustbein in Verbindung mit einem Absenken der Schulterblätter, dann bewegen sich die Schlüsselbeine aus ihrer V-Stellung heraus in die Horizontale und können sich weiten. Das Gefühl des Herzöffnens ist damit verbunden. Der mittlere Anteil des Brustbeins (Schwertkörper) geht mit der dritten bis siebten Rippe eine Verbindung ein. Der Schwertkörper des Brustbeins sollte das Anheben des Brustbeins tragen, so dass die Rückbeugen – yogisch gesehen – vom Herz geführt und von dort in eine harmonische Ausrichtung gelenkt werden.

Die Arbeit an Computern oder das Lenken von Autos kann zu protrahierten Schultern führen. Dabei sind die Schultergelenke insgesamt nach vorne gezogen. Der Hals-Nackenbereich hinten verhärtet sich und vorne fallen die Schüsselbeine v-förmig nach innen und verengen den vorderen Brustraum. Die „eyes of the chest“, der Raum zwischen den Schlüsselbeinen, schließen sich und der M. Pectoralis minor wird verkürzt. Diese Dynamik kann zu der sogenannten „Trichterbrust“ führen. Der Brustkorb sinkt vorne dauerhaft ein, meist in Verbindung mit einem Rundrücken.
Geschmeidigkeit, Leichtigkeit und Anmut spiegeln sich sowohl in der Körperhaltung als auch im eigenen Körpergefühl wider. Ist der Brustkorb weit und geöffnet, kann sich auch das Herz öffnen. Offenherzigkeit ist schwer vorstellbar mit eingezogenem Brustbein und nach vorne gefallenen Schultern. „Lächeln“ dagegen die Schlüsselbeine und ist der vordere Brustbereich weit, strahlt dies Offenheit und Stärke aus.

 

Was bedeutet eigentlich Vinyasa Flow Yoga

Yoga Journal – Was bedeutet eigentlich Vinyasa Flow

Flow_Cover

Der Artikel ist ursrpünglich im Yoga Journal unter den Titel ‘Vinyasa Flow Yoga – woher kommst du, wohin fliesst du?’ vollständig veröffentlicht. Er zeigt  die Entstehung und den Ursprung  des Vinyasa Yogas auf und, den gegenwärtigen Stand.

Worum geht es? Beim Vinyasa Flow  werden gerne die dynamischen Aspekte in den Vordergrund gestellt, so daß der Yogastil sich besonders für fitnessorientierte Anfänger eignet. Dahinter gibt es aber tiefere und subtilere Veränderungen und Erfahrungen in die Vinyasa Flow führen kann.


Von Eva und Henning Moog

So wie der heilige indische Fluss Ganges in den Himalayas dem Gletschertor Gaumukh entspringt und beständig frisch seinen langen Flusslauf bis in den Ozean nimmt, so fließt Vinyasa wie ein Strom von seinem Ursprung bis in die Gegenwart. Woher kommt Vinyasa Flow Yoga und wohin fließt er?

In den Mythen der indischen Kulte geht es um den Ursprung der Welt, ihre mythisch-mystische Entstehung und darum, sie zu begreifen um besser in ihr handeln zu können. Aus Mythen wurden Traditionen. Traditionen vermitteln Herkunft und Verlauf einer Lehre. Die Legende über die Entstehung des Hatha Yogas selbst steht in dieser Mythentradition. Demnach hat der Yoga- und Tantrameister Matsyendra in Form eines Fishes Shiva belauscht – in intimer Atmosphäre
beantwortete dieser seiner Gefährtin Parvati Fragen zum Yoga. Unser westlich rationales Denken stellt den Wahrheitsgehalt solch einer Geschichte in Frage,
doch es geht in Ursprungsmythen mehr um Symbolkraft, Weisheit und versteckte Botschaften als um den historischen Realitätsgehalt. Der mythische Ursprung von
Ashtanga Vinyasa Yoga ist nicht ganz durchsichtig und teils umstritten, eine klassische Traditionslinie nicht auffindbar. Doch lohnt sich der Blick auf den Urgroßvater der modernen Yogastile T. Krishnmacharya. Er sorgte Anfang des letzten Jahrhunderts für eine Wiederbelebung des Yogas auf der Basis von Hatha Yoga, denn über die Jahrhunderte war Yoga in Indien fast verschwunden. Krishnamacharya war Lehrer an der Knabenschule am Palast des Maharadschas von Mysore für Sanskrit, Yoga und Gymnastik. In wissenschaftlichen Ansätzen wird davon ausgegangen, dass Ashtanga Vinyasa in den 30- er Jahren von K. entwickelt worden ist – mit Fremdeinflüssen aus Wrestling und Gymnastik, aber mit yogischen Prinzipien.Krishnmacharya selbst war in dieser Anfangszeit sehr um die Verbreitung des Yogas bemüht. B.KS. Iyengar und Patabli Jois, Indra Devi und sein eigener Sohn Desikaschar waren seine direkte Schüler. Krishnamacharya selbst lernte bei einem Himalaya Yogi namens Yogeshwara Ramamohana Brahmachari, doch über Brahmachari ist kaum etwas bekannt.

Vi-Nyasa

Dem Wort kommt eine besondere Rolle zu: Im yogischen Denken zeigt es die Idee und ihre Verwirklichung an. Der Blick in die Bedeutung und den Ursprung des Wortes
Vinyasa sowie in seine Umsetzung ist aufschlussreich. Die Vorsilbe ‘vi’ bedeutet auf
bestimmte Art und Weise. Das Wort ‘nyasa’ – platzieren von Energie – bezeichnet im Tantrismus die Verbindung des eigenen Körpers mit der äußeren Welt oder dem kosmischen Körper. Im tantrischen Ritual, der Pooja, geht es darum (wie im Yoga eigentlich auch), den eigenen Körper in einen göttlichen Körper zu verwandeln. Die Eigenschaften einer Gottheit oder des Universums werden symbolisch und
mit Hilfe von Aufmerksamkeitslenkung, Mantra und Yantra auf den eigenen Körper übertragen. Es gibt zahlreiche Arten von Nyasa u.a. auch Heilungs-Nyasas. Dabei wird der betroffene Körperbereich mittels Aufmerksamkeitslenkung und Mantra energetisiert. Das Ziel ist das Wiederherstellen des Energieflusses und eine
ganzheitliche Harmonisierung zwischen menschlichen und kosmischen Körper. Dadurch soll die Gesundheit wieder hergestellt werden. Ein vereinfachtes Nyasa ist Yoga Nidra, bekannt als Tiefenentspannung in Yogaklassen. Auch hier werden Körperbereiche angesprochen und über das
Ansprechen zur totalen Entspannung gebracht. Dabei wird gemäß Niyasa in einer bestimmten Reihenfolge und auf bestimmte Art und Weise vorgegangen. Ein weiteres Beispiel für ein Nyasa ist die Verbindung von Asana und Cakra in den klassischen indischen Yogastilen. Auch hier wird in bestimmter Reihenfolge vorgegangen. Beginnend am Muladhara Cakra an der Basis der Wirbelsäule, Schritt für Schritt aufwärts bis zum Kronen Cakra, dem Sahasrara Cakra. Jedem Cakra sind eine oder mehrere Yogaposition zugeordnet, die auf eines der sieben Energiezentren wirkt. Von unten nach oben geleitet entsteht ein Upward Flow, von oben nach unten ein Downward Flow.

‘Art of Sequenzing’ – das moderne Vi-Nyasa

Der ukrainische Yogalehrer Andrea Lappa verglich verschiedene klassische Yogastile und erstellte eine allgemeine Lehre für den Klassenaufbau nach energetischen
Kriterien. Das ‘Art of Sequencing’ ist eine Vinyasa Methode zum bewussten und gezielten Klassenaufbau. Sie führt angehende Lehrer in ein körperliches Verständnis
des Energie-Flows im Vinyasa Yoga, durch das Platzieren der Energien und durch die Erfahrung des Kundalini Flows entlang der Wirbelsäule.Über verschiedene Nyasas im Körper durch Asana, Mantra und Pranayama eröffnet ‘Art of Seqeuncing’ neue innere Erfahrungsräume. Upward Flow, Downward Flow, Surya Candra Balancing durch Energieverlagerungen in die rechte-linke Körperseite, Vinyasa Flows anhand der 5 Elemente oder den Bewegungsrichtungen der Gelenke, Mandala Vinyasa in alle Himmelsrichtungen – dem Flow werden keine Grenzen gesetzt. Wenngleich die Kombinationen nicht beliebig sind, sondern in Harmonie mit den universalen Prinzipien stehen. ‘Art of Sequencing’ ist eine Methode für die eigene Praxis und für das Unterrichten von moderne Vinyasa Flow Klassen.
Der Effekt ist ein Verstehen und Lernen der Energie im Yoga. Die Yogaklasse kann als Sadhana, als tantrisches Ritual erfahren werden, worin der eigene feinstoffliche,
energetische Körper und der kosmische Körper in Verbindung treten und der Yogazustand im Selbst erfahren wird.

Vinyasa Krama

Ein wichtiges Prinzip im Vinyasa leitet sich aus dem von Krishnamacharya geprägten Begriff ‘Vinyasa Krama’ ab. Vinyasa Krama ist der stufenweise Aufbau, bzw. was wir wann, wie und in welcher Reihenfolge tun. Im Vini Yoga wird Vinyasa Krama als stufenweiser Aufbau einer Sequenz entsprechend der individuellen Konstitution verstanden. Bei Shiva Rea findet sich das Vinyasa Krama als Modifikation oder Alternativübung wieder. Vinyasa Krama bezieht sich nicht nur auf Körperpositionen. Es ist genauso wichtig für den stufenweisen Aufbau innerer Prozesse. Im Pranayama etwa gibt es bestimmte Übungen, die für Anfänger geeignet sind. Andere teils intensivere, teils subtilere Übungen, setzen einen Reinigungsprozess voraus. Im Kundalini Prozess, einer Pranyama Praxis mit Bandhas und Mudras, bedeutet ‘Vinyasa Krama’ das ‘richtige timing’. Jede Übung, vor allem jede neue Übung, sollte zum
richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden, vor allem nicht zu früh. Überengagierter Ehrgeiz oder kopflastige Entscheidungen können dazu verleiten, fortgeschrittene
Übungen zu Beginn zu machen. Doch dann eröffnet sich womöglich kein neuer Raum, sondern emotionales Chaos bricht aus oder das Ego wird eher verstärkt. Also alles zu
seiner Zeit und aus einer guten Intuition heraus. Wie eine Welle, die in Schwingung versetzt wird. Eine Welle ist per Definition Bewegung purer Energie. Das Wasser bleibt an der gleichen Stelle und ist als solches der Energieträger. Dementsprechend ist Vinyasa Krama die führende Energie und der Körper der folgt.

Flow

Von zentraler Bedeutung im körperlichen Yoga ist der mittlere Energiekanal Sushumna, der das Energiezentrum im Becken mit dem Kopfraum verbindet. Kommt hier der Energiefluss richtig zum Laufen, dann erfahren wir im Kundaliniprozess intensive und transformierende Bewusstseinszustände. Das Auf- und Ab der Energie entlang des mittleren Energiekanals ist der Energiekreislauf im Yoga. Die Verbindung zu Sushumna erzeugt in uns ein Flowgefühl z.B. durch die Wirbelsäulenatmung. Dabei wandert die Aufmerksamkeit mit der Einatmung nach oben und mit der Ausatmung nach unten. In Kali Rays Triyoga Flows wird die Wirbelsäule in den Übergängen Wirbel für Wirbel bewegt, so das die Energie entlang der Wirbelsäule von unten nach oben fließt. Das Wechselspiel von Rückbeuge- und Vorbeuge in den Übergängen heißt im Vinyasa Flow ‘wavemotion’. Bauchkraft (core integration) zieht Energie im Zentrum zusammen und Rückbeugen dehnt sie zum Herzen und zur Kopfregion aus.

Quo vadis – Offen und verknüpft zwischen Himmel und Erde

Vinyasa Flow hat eine besondere Stellung in der Yoga Szene. Sequenzen werden kreativ kombiniert, Asanas neu erfunden. Es gibt keinen Guru an der Spitze, ebenso wenig eine hierarchische Organisation oder eingrenzende Trademarks. Vinyasa Flow Yoga ist frei und definiert sich aus sich selbst heraus. Eine Art ‘open source’ der modernen Yogastile. Der Erfahrungshorizont der Schüler/innen und Lehrer/innen bestimmt, was darunter verstanden wird und wie es ausgeführt wird. So finden sich
viele Variationen. Ein sportliches Verständnis zeigt Vinyasa als Fitnesssystem, weil die
dynamischen Übungen besonders gut erlauben, Kraft und Ausdauer zu trainieren. Sie lassen sich zudem ästhetisch als Tanzchoreografien komponieren, so taugt Vinyasa Flow auch als Yoga der Tänzer. Im yogischen Sinne bedeutet der Vinyasa Flow die Verbindung mit dem eigenen Zentrum im Körper und zum Kosmos. Vinyasa Flow wird zur Erfahrung der Yoga-Energien und des Durchströmen Lassens des Körpers von purer Energie. Es ist das Verschmelzen mit der Einheit, die wie ein kosmischer Puls die Vielfalt aus sich heraus
erschafft und diese wieder in sich absorbiert. Unendlich und unaufhörlich.Vinyasa Flow verbindet indische Tradition mit der westlichen Kultur. In Indien wird die Spiritualität des Westens als Herzkultur verstanden. Das Herz steht wie Vinyasa Flow für innere ethische Qualitäten, aber auch für positive Handlungen. Und hier kann Vinyasa Flow über die Verbindung innen und außen, oben und unten, Energie und Bewusstsein oder kurz gesagt über Herz und den Flow der Liebe seinen eigenen Ursprung finden.

Yogis let's dip

Kumbha Mela – Ida Pingula und Susumna

Yoga Aktuell April 2013 'Yogis let's dip'

Yogis let's dip
Kumbha Mela Festival

 

Allahabad (Indien), Henning und Eva Moog Januar/Februar 2013

'Did you take a Dip?' werden wir mindestens 10 mal täglich gefragt. Das Dipping, das Eintauchen, hat auf der Kumbh Mela oberste Priorität. Denn das Ziel der Kumbh Pilgerer ist das rituelle Bad im Triveni Sangam, die Konfluenz der drei heiligsten Flüsse Indiens in Allahabad: Ganges, Yamuna und der mystische, geheimnisvolle Saraswati. Sie wollen sich von ihren Sünden befreien und Unsterblichkeit erlangen. Mit dem ersten Bad wird jegliche Negativität ausgespült, das zweite Bad ist göttlich und führt in einen ekstatischen Zustand. So jedenfalls erlebt dies Avijit, Manager des Kumbh Cottage Camps.

 

Die Reinigung durch das rituelle Bad ist der Weg zur Unsterblichkeit,

das Auflösen der sich endlos wiederholenden karmischen Muster, in denen wir uns permanent bewegen. Für Yogis und Yoginis ist die Verbindung zur Unsterblichkeit das Einswerden mit dem Selbst, dem innersten, göttlichen Kern, unsterblich und unendlich. Durch Asana Praxis, Pranayama und Meditation wird der Körper durchlässiger, so dass das Selbst mehr und mehr durchscheinen kann. Durch das Öffnen des yogischen Körpers werden wir rezeptiver, können die Dinge auf uns zukommen lassen, aufnehmen und zulassen. Unsere eigene Vorstellungen, Ziele, Wünsche und die äußere Welt kommen in Einklang und damit in den Flow. Anstatt in gestresster Multi-tasking Gewohnheit mit gehetztem Gefühl die nächsten Deadline Termin einzuhalten, entwickelt sich ein eigener, innerer Rhythmus. Das Gefühl von Bliss, von permanenter innerer Freude ohne äußeren Grund, wird mehr und mehr zum Dauerzustand. Dieser Bliss-Flow wird tradtionell in Indien als Amrita bezeichnet.

Das ist der göttliche Nektar, auf den es die Yogis abgesehen haben. Das, was Yogis intern praktizieren, um Amrita fließen zu lassen, nämlich die energetische Reinigung durch Asana und Pranayama, Aufladung und das Einswerden mit dem ewigen Selbst durch Meditation, geschieht auf der Kumbh Mela extern, symbolisch und als Praxis von Millionen Pilgerern durch Snana, dem Eintauchen im Trivini Sangam.

 

Saraswati: Die sterbende Göttin?

Für den Europäer und somit auch für uns, kostet das Baden in indischen Flüssen ein gewisses Maß an Überwindung. Die Umweltverschmutzung in Indien ist immens, die Flüsse sind schwer belastet. Fäkalien, industrielle Abwässer, Pestizidrückstände, Schwermetalleinleitungen, tote Körper von Mensch und Tier verursachen eine bedenkliche Wasserkontaminierung. Einige Flußgebiete übersteigen den WHO Standard an fäkalen Bakterien für ein sicheres Bad um das 4000 fache, der Ganges in Varanasi sogar um das10000 fache.

Der 1.370 Kilometer durchs Land strömende Yamuna Fluß läuft 22 km durch Delhi, wo 80 Prozent der Verschmutzung des Flusses verursacht werden. Trotz aller Heiligkeit der Flüsse und ihr Stand als Göttinnen, gibt es akute Warnungen, daß diese an der Verschmutzung sterben – obwohl die indische Regierung bereits 1985 den Ganga Action Plan (GAP) ins Leben rief. Millarden Dollar zur Rettung des Flusses sind seither spurlos verschwunden, haben ihr Ziel nicht erreicht.

Im Triveni in Allahabad, wo der Yamuna auf den Ganges trifft, sieht das Wasser dennoch relativ klar aus und wir entdecken sogar kleine Fische. Ein gutes Zeichen. Aber selbst unser Ayurveda Arzt aus Varanasi Dr. Pramod Kumar meint, er würde nur in Rishikesh oder noch weiter an der Quelle in den Himalayas baden. Wir sind zwischen Vernunft und Dipping-Euphorie hin- und hergerissen.

Es gibt Stimmen in verschiedenen indischen Ashrams, die behaupten sogar, der Yamuna und Ganges seien gar nicht verschmutzt. Und Millionen von Menschen tauchen bedenkenlos ins Wasser, ohne Schaden zu nehmen wie es scheint.Grenzt das an spiritueller Verblendung oder ist unser yogischer Blickwinkel einfach zu eng?

 

Der mytische Hintergrund – Das Rühren des Milchozeans

Die Maha Kumbh Mela bedeutet soviel wie das Fest des göttlichen Nektars, des Amritas. Wann genau sie entstanden ist und wer sie ins Leben gerufen hat, weiß niemand. Sie soll in vorgeschichtlichen Zeiten entstanden sein und entstammt dem Mythos des im Milchozean verborgenen Kelches mit dem Nektar der Unsterblichkeit, dem Amrita. Götter wie Dämonen begehrten gleichermaßen diesen Trunk und sie beschlossen, mit vereinten Kräften an ihr Ziel zu gelangen. Sogar der seit jeher bestehende Kampf zwischen den Parteien wurde zu diesem Zweck beigelegt. Kurzerhand wurde der Berg Meru als Rührstab benutzt, Vasuki, die kosmische Schlange, um ihn herum gewickelt. An der Kopfseite begannen die Götter, an der Schwanzseite die Dämonen mit dem Quirlen des Milchozeans, bis schliesslich der Gott Danwantari mit dem Amritakelch aus den Milchfluten emportauchte. Allerdings war damit auch augenblicklich der Friede zwischen Göttern und Dämonen dahin. Kaum war das Amrita in Sichtweite, flammte der alte Streit wieder auf. Es begann eine wilde Hatz über die Erde und durch den Himmel, mal hatte die eine Partei, mal die andere das kostbare Gut in den Händen. Als dieses gerade von den Göttern in Sicherheit gebracht werden sollte, fielen auf der Flucht vor den Dämonen vier Tropfen auf die Erde. Diese Stellen sind die Orte der in Zyklen und seit Urzeiten stattfindenen Kumbh Mela: Allahabad, Haridwar, Ujjaina und Nasik.

 Kumbha Mela

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Die Dekodierung des Amrita – bhakti & jnana

Chaitanya Swamiji, ein hochstehender Repräsentant des Satcha Baba Ashrams in Allahabad gibt uns in einem Interview (dass er uns freundlicherweise kurz vor seinem Meeting mit dem Ministerpräsidenen von Utthar Pradesh gibt), eine Erklärung der Wirksamkeit des Bades. Chaitanya steht im regen Austausch mit Wissenschaftlern in Europa und er hält regelmäßig universitäre Referenden zum Thema Wissenschaft und Spiritualität. Demnach ist das Wasser Träger bestimmter energetischen Informationen, die sich seit Jahrtausenden nicht verändert haben sollen. Auf molekularer Ebene besitzt es den „Unsterblichkeitscode“ des mythischen Amritas, dem Nektar der Unsterblichkeit. Dieser wird während der Zeit der Kumbh Mela dekodiert, ausgelöst durch bestimmte astronomische Sternenkonstellationen. Durch das Dipping im Wasser kann diese dekodierte Information über die Haut aufgenommen werden. Und genau dies beabsichtigen die Pilgerer: das Eintauchen in die Unsterblichkeit, nicht nur symbolisch, sondern real in den Flüssen während der Kumbh Mela.

Mikro- und Makrokosmos – Jad Brahmande tat vinde

Egal wo wir entlang gehen, überall strahlende und lachende Gesichter. Zu jeder Tages- und Nachtzeit tauchen die Menschen in die Flüsse, um sich zu reinigen und Opfergaben darzubringen oder in Berührung mit der Unsterblichkeit zu kommen. Im Triveni Sangam soll die spirituelle Energie am stärksten sein. Der genaue Zeitpunkt der Kumbh Mela wird durch exakte astronomische Berechnungen und Sternenkonstellationen bestimmt.

In genau dieser Zeit wird der mythische Amrita reaktiv und sorgt für die Harmonisierung zwischen Mensch und Kosmos. In den Veden, Upanishaden, den Tantras und im Hatha Yoga steht die Harmonisierung zwischen Mensch und Universum, Mikro- und Makrokosmos im Mittelpunkt. Im Hatha Yoga sind es Sonne und Mond, die in Balance gebracht werden. “Which is in the the Kosmos that is in our bodies” – Jad Brahmande tat vinde- so Dr. Vagi Shastri, ein 79 jähriger Sanskrit Professor und Tantrayogi aus Varanasi.

Den Zusammenhang zwischen Körper und Kosmos vermittelt er uns anhand vom externen Triveni Sangam in Allahabad, den wichtigsten Ort der Maha Kumbh Mela und dem internen yogischen Energiekörper. Demnach existieren Flüsse in der äußeren Welt und ebenso in der inneren Welt als nadis (Energiekanäle). Der Fluss Yamuna wird mit dem Pingala Nadi, Sonne und Hitze assoziiert. Der Fluss Ganges entspricht Ida Nadi. Mond und Kühle werden mit ihm in Verbindung gebracht. Wir sind stets zwischen diesen cialis 100 mg beiden Polen unterwegs. Üblicherweise spürbar durch schwankende Stimmungen und Gefühlslagen sowie unserem umherschweifendem Geist mit seinen unaufhörlichen Gedankenströmen.

Der mystische und geheime Fluss Saraswati entspricht in diesem yogischen Energiekonzept dem Sushumna, dem mittleren Energiekanal in der Wirbelsäule. Er ist es, den es im körperlichen Yoga zu entdecken gilt und der zum Fließen gebracht werden soll. Dadurch öffnet sich der energetische Körper und der Yogi kommt in den Genuss des Amrita. Beginnt der innere Fluss Saraswati zu fließen, dann wird das Energiezentrum in der Körpermitte aktiviert und die Kundalini Energie steigt auf. Saraswati  ist nicht nur ein Fluss und ein Nadi, sondern im indischen Pantheon auch die wundervolle Göttin der Weisheit, der Künste und vor allem des Gesangs. Die Stimme wird auf ganz natürliche Art und Weise frei. Es heisst, wenn die Kundalini Energie aktiv wird, dann erwacht die Göttin Saraswati.

 

Ida und Pingula sind aus der Nasen Wechsel Atmung bekannt. Sind sie in perfekter Balance, kann der Geist zur Ruhe kommen. Energetisch betrachtet haben Ida und Pingala ihren Ursprung in der Körpermitte, verlaufen dann zum linken und rechten Nasenloch. Kann der Yogi durch Pranayama, Bandhas und Mudras die Öffnung des mittleren Flusses Saraswati stimulieren, dann wird der vereinte Energiefluss der drei Nadis direkt nach oben bis in den Stirnraum möglich. “The Yogi takes internal bath in this point” meint Prof. Dr. Vagi Shastri. Der Zustand des inneren Flows und das Gefühl des Einsseins mit der Welt sind dann erfahrbar, der Yogi erlebt dies als Bad im Amrita. Er erlebt die Vereinigung mit dem Göttlichen, der Auflösung von Dualität und der Loslösung vom sterblichen Körper. Kurz gesagt ein ekstatischer Flow.

Das Bad im Triveni Sangam, das Eintauchen in das heilige Wasser, ist die äußere symbolische Form dieser Vereinigung und für die oft einfachen Pilgerer ihr Zugang zum Heiligen und Göttlichen.

Die Botschaft der Kumbh

“Here you can feel the real Indianess”, hören wir von einigen pilgernden Indern. Die Kumbh sei der ideale Ort, um voll und ganz in das spirituelle Gefühl Indiens einzutauchen und das ist auch der eigentliche Spirit des Yogas: Das Besondere während der Zeit der Kumbh sei das Entstehen einer starken spirituellen Energie. Jeder kommt mit einem anderen Konzept, verschiedenen Ideen und Hintergründen – nach dem Bad im Ganges entsteht mehr und mehr ein gemeinsames Feld: “After Ganga dipping they all become aligned.” Yogis aller Coleur und aus allen denkbaren Yogarichtungen bauen ihre Zelte auf: Jnana – , Bhakti -, Tantra-Yogis, Naga Sadhus und Brahmanen. Jedes Camp ist ein eigenes Universum. Im Moment des Eintauchen werden alle Konzepte und Theorien überwunden, die unterschiedlichen Wege und individuellen Erfahrungen lösen sich auf in die eine Erfahrung des Einssein im Moment des Abtauchens in die heiligen Flüsse.

Im Moment des Auftauchen scheinen alle von einer kosmischen Vibration durchdrungen zu sein und sich gemeinsam neu mit sich selbst, den anderen und dem Kosmos  ausgerichtet zu haben. Diese Erfahrung lässt die Kumbh von Tag zu Tag mehr vibrieren und wir absorbieren dies mit jeder Zelle. Mit der Zeit schwingt der ganze Körper, resoniert auf allen Ebenen und beginnt von selbst zu strahlen. Pure Transformation. Das, was alle vereint, ist das Eintauchen in die heiligen Flüsse und das Absorbieren der Reinheit purer Göttlichkeit.

Das die Kumbh Mela nicht allein ein Fest der Hindus ist, sondern alle Menschen einlädt und eine globale Botschaft einer friedlichen, kraftvollen und verbindenenden Spiritualität sendet, erklärt uns der 90 jährige Swami Gopalji Maharaj aus dem Satcha Baba Ashram in Allahabad. “The people come here and we give them love. Everybody is invited to take a bath and to join the divine energy”. Dann singt er mit der Stimme eines jungen Mannes das Gayatri Mantra, so melodiös und energetisch, dass wir ihm emotional nicht entkommen können.

Traditionell steht die Kumbh Mela für den offenen Diskurs verschiedener spiritueller Ansätze und Konzepte, aber auch gesellschaftspolitischer Themen.

 

Green Ganga Action

„Live simple so others can simply live!“ ist die Message der Kumbh Mela aus dem Ganga Action Parival Camp im Sektor 13. Poojayi Swamiji, der Initiator des Camps und Guru eines Ashrams in Rishikesh arbeitet unermüdlich an der Sensibilisierung des Umweltbewusstseins in der indischen Öffentlichkeit. Insbesondere die Rettung des Ganges steht auf seiner wehenden Fahne. Ma Ganga – Mutter Ganges – gilt als die Mutter aller Flüsse. Nicht nur auf dem indischen Subkontinent, sondern auf dem gesamten Globus. Dieser ganzheitliche Ansatz führt in ein Denken und Handeln, das den globalen Blick und das lokale Handeln mit sich bringt. Es ist ein spiritueller Ansatz, der den Ganges als lebendiges Wesen betrachtet und sämtliche Flüsse stehen in Verwandtschaft. Poojyai Swamiji setzt am Bewusstsein jedes einzelnen an. Wir verstehen seine Botschaft als Impuls, durch Yoga die Aufmerksamkeit nach Innen zu lenken, aber auch nach außen aktiv zu werden.  Darauf, die eigenen, inneren Energieflüsse rein zu halten, zum Fließen zu bringen. Fülle, Schönheit und Bliss im Inneren zu finden und damit die Chance zu haben, das unersättliche Suchen und Konsumieren im Außen zu reduzieren: Use less and live more. Die Flüsse, ob sie Ganges, Yamuna, Rhein oder Donau heißen, sind ein Körper, ein Wesen. Wir Menschen stehen mit ihnen in Verbindung, das Wasser ist unser wichtigstes Element. Jeder kann die Aufmerksamkeit auf die Flüsse und Seen lenken, die direkt vor den eigenen Augen liegen. Sich für sie und für die Mutter Natur einzusetzen, bedeutet zugleich ein Einsatz für den Fluss Ganges – so Poojayi Swamiji. Und wir beobachten, wie einige Pilgerer kleine Palmblattschiffchen mit einem brennenden Lichtern, einer Blüte und begleitet von einem gechanteten Mantra aufs Wasser setzen. Zugleich hält Poojayi 100 Meter weiter eine flammende Rede für die Rettung von Ma Ganga. Um uns herum wird ekstatisch gedippt und die Menschen tauchen gereinigt und hoch energetisiert wieder auf. Ein Mythos hat überlebt und wird weiter leben. Die Flüsse, Göttinnen, Millionen von Pilgerern, ewiger Nektar und die geballte spirituelle Kraft eines „Green Yoga“ machen es möglich. Yay Ma Ganga!

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Energiespeicher Fuß

Yoga Anatomie – Energiespeicher Fuß – Fußgewölbe, Erdung, Verwurzelung

Yoga Aktuell Juni/Juli 2012

Energiespeicher Fuß: das dynamische Quergewölbe

Energiespeicher Fuß
Energiespeicher Fuss, Fußgewölbe, Aufrichtung, Erdung , Verwurzelung

Lotusfüße
Im Westen sind Füße meist Träger modischen Schuhwerks, pedikürt im Sommer ein Blickfang. In der alternativen Heilmedizin gibt es Fußreflexzonenmassagen und Akupunktur als Therapieformen. Lotusfüße sind in Indien Metaphern für die Füße von Heiligen, Gurus oder spirituellen Meistern. Es heißt, wer die Füße eines solchen Menschen berührt und sich diese Füße bei einer Niederwerfung über dem eigenen Kopf platziert, erfährt großen Segen.  Auf dem indischen Halbkontinent ist diese Art der Niederwerfung und Fußverehrung ein alltägliches Bild. Die Füße spiritueller Meister gelten  als besonders rein. Lotusfüße dienen als Sinnbild vollkommener Reinheit und Transformation. Aus dem Schlamm emporwachsend, bildet der Lotus über der Wasseroberfläche seine blühende Schönheit. Er ist stets mit dem Schlamm verbunden, seine Wurzeln sind tief darin vergraben, doch seine Blüte ist davon stets unberührt. Das Berühren der Füße soll Energie und die Kraft der Transformation für die eigene Entwicklung übertragen.

Die Wichtigkeit der Füße im Yoga ist auf zwei Ebenen gegeben: anatomische und energetisch. Yoga-Anatomie fragt nach der objektiven, optimalen Ausrichtung der Füße, aber auch nach dem inneren Gefühl bzw. der inneren Form. Wie fühlt sich ein stabiler und elastischer Fuß an? Findet der Körper seine korrekte Ausrichtung, dann kommt der Geist zur Ruhe und Balance stellt sich ein. Der Körper hat ein Gespür für die innere Form. Daraus ergibt sich eine an der Physis orientierte, anatomische Ausrichtung bei gleichzeitiger Bewusstheit über innere, energetische Formen und Verbindungen.

Die präzise Ausrichtung des Fußes ist auch für die Weiterleitung von Bewegungs- bzw. subtilen Energieimpulsen nach oben in die Aufrichtung der gesamten Wirbelsäule notwendig. Weist der Fuß Fehlhaltungen und Dysfunktionen auf, können Impulse nicht weitergeleitet werden. Rückenschmerzen können die Folge sein, ebenso energetisch-emotionale Blockaden. Der Aufbau von Asanas beginnt mit dem Fundament und das sind meist die Füße.  Ebenfalls können Verwurzelung und Erdung über den Fuß vermittelt und spürbar werden.

Der Fuß als energetische Schnittstelle
Der Fuß verbindet den Menschen mit der Erde, die Schwerkraft zieht den Körper  zur Erde. Im Stehen bzw. im Gehen wirkt die Lebensenergie (Prana) entgegengesetzt in die Aufrichtung nach oben. Auf feinstofflicher Ebene können Energien aus der Erde durch den Fuß in den Körper aufgenommen werden und aufsteigen oder vom Fuß in die Erde abgegeben werden. Der Fuß ist eine Schnittstelle zwischen abfließender (Apana prana) und aufsteigender (Udana prana) Energie. In Standpositionen verleiht er Standfestigkeit und Positionierung. Das Gefühl von Verwurzelung und Erdung kann über den Fuß  spürbar werden und symbolisch Einzug in den Alltag nehmen. Ist der Fuß in Standpositionen aufgerichtet und aktiviert, dann fließt die aufrichtende Energie (prana) entgegen der Schwerkraft weiter durch die Beine über die Hüften ins Becken und in die Wirbelsäule bis zur Kopfkrone. Der Fuß bewegt den Menschen beim Laufen und Gehen. Die Funktion des Fußes in Bewegungen ist das Abrollen und Abfedern. Dadurch kann ein  Flow-Effekt beim Wandern oder Joggen entstehen. Im Vinyasa Yoga entsteht der Flow über fließende Bewegungen und weiche Übergänge. Beim Thema Fuß kann die Elastizität des Fußes über die Fußwelle vermittelt werden. Bewegungsfluss und Leichtigkeit werden im Körper erfahrbar.

Fußgewölbe
Der Fuß ist ein sehr komplexes Gebilde, bestehend aus 32 Gelenken sowie zahlreichen Bändern und Muskeln, verteilt über Rück-, Mittel- und Vorfuß. Form und Funktion des (gesunden) Fußes werden durch seinen gewölbeartigen Aufbau bestimmt.  Dieser wird durch das Längs- und Quergewölbe gebildet.  Das Längsgewölbe spannt sich von der Fersenaußenkante schräg über den Fuß bis zum Großzehengrundgelenk . Durch die Balance aus der Verankerung der Fußaußenkante (Supination) und des Großzehnballen (Vorfuß-Pronation) findet der Fuß  durch eine Art Verschraubung optimale Stabilität. Das Quergewölbe befindet sich im Vorfuß zwischen Großzehen- und Kleinzehengrundgelenk.

Beim  Laufen und Gehen überträgt der Fuß durch das Abrollen die Belastungskräfte über das Fersenbein nach vorne auf das Quergewölbe. Durch das Nachgeben des Quergewölbes dämpft der Fuß die beim Auftreten entstehenden Stöße ab, leitet sie weiter als Energie nach oben in die Aufrichtung des Beckens und in der Wirbelsäule. Dabei federt er im Quergewölbe elastisch ab und nutzt die Kräfte, um sich entgegen der Schwerkraft  abzustoßen. Wie eine pulsierende Feder arbeitet der Fuß als Schnittstelle zwischen Boden und Körper.

Blattfederdynamik
Der Impuls für die aufsteigenden Energie aus dem Fuß ist im Quergewölbe verortet. Es gleicht in seiner Dynamik einer Blattfeder. Federn dienen häufig als Speicher für Energie. Wie eine Blattfeder kann das Quergewölbe absinken und sich dabei abflachen. Zusätzlich kann es sich wie ein Bogen spannen. Beide Positionen werden vom Fuß im Wechsel eingenommen, die verbindende Bewegung erzeugt eine elastische Dynamik mit einem aufschnellenden  Impuls nach oben. Verliert eine Blattfeder ihre Spannkraft, flacht sie ab und verharrt in einem ausgeleierten oder versteiften Zustand ohne Dynamik.
Im Yoga ist das dynamische Quergewölbe des Fußes wichtig für die energetische Leitfähigkeit und Durchlässigkeit von Impulsen aus dem Fuß durch die Beine, weiter in die Aufrichtung des Beckens und der Wirbelsäule.  Die pulsierende Bewegung des Abflachens und Aufspannens des Quergewölbes kann in seiner energetischen Wirkung wie die eines Bandhas betrachtet werden. Durch Muskelanspannung wird Energie angesammelt, durch die Entspannung wird die Energie schubartig in eine bestimmte Richtung gelenkt. Durch Anspannung der tiefen Fußmuskeln wird Energie im Fuß angesammelt, durch loslassen durch die Beine nach oben gelenkt. Ist das Quergewölbe zusammengebrochen, verliert der Fuß eine potentielle Energiequelle und Impulse bleiben stecken.

Quergewölbe Aufbau
Das Quergewölbe wird zwischen dem Groß-und Kleinzehengrundgelenk im Vorfuß wie ein Bogen aufgespannt. Es ist vor allem im unbelasteten Zustand aufgespannt, unter Belastung gibt es elastisch nach. Der knöcherne Aufbau des Gewölbes beginnt im Mittelfuß mit der Anordnung der Fußwurzelknochen. Hier rollt sich das Kahnbein (Naviculare) gemeinsam mit dem ersten Keilbein  (Cuneiforme) gegen das Würfelbein (Cuboideum) ein. Die dazwischen befindlichen Keilbeine werden – wie der Name schon sagt – gewölbeartig verkeilt. Der aktive Aufbau wird vor allem durch die kurzen, tiefliegenden Fußmuskeln geleistet. Das sind im Wesentlichen die Fußadduktoren mit Unterstützung der Zwischenknochenmuskeln und der Fußabduktoren.
Sind die tiefen Fußmuskeln unbeweglich, zu schwach und untrainiert, fällt das Quergewölbe zusammen. Der erste und fünfte Mittelfußstrahl rutschen zur Seite weg, die anderen Mittelfußstrahlen verlieren ihren Halt. Das Quergewölbe flacht dauerhaft ab. Die Muskeln werden unbeweglich und die Ansteuerung fällt schwer. Ebenso verhält es sich mit den Fußwurzelknochen. Kahn-, und erstes  Keilbein sowie das Würfelbein verlieren ihren Halt, rutschen weg und das Gewölbe bricht  ein. Ist das Quergewölbe nicht mehr aktiv, bleiben energetische Impulse stecken und der Energie – und Bewegungsflussfluss kommt ins Stocken.

Fußtypen
Typische Fußdeformationen mit zusammengesunkenen Quergewölbe sind Knick-, Senk-, Platt- und der Spreizfuß. Beim Knickfuß ist der Fuß insgesamt dauerhaft nach Innen in die Pronation abgeknickt. Dabei ist das Fersenbein fehlbelastet. Das Fersenbein steht nicht mehr senkrecht, sondern ist aus dem Lot geraten. Die weiterführende Statik nach oben zum Knie, zur Hüfte, zum Becken und Rücken steht auf einem schiefen Fundament. Der Plattfuß ist meist eine Kombination aus Senk- und Spreizfuß. Die gesamte Fußsohle liegt dann flach am Boden auf. Das Fersenbein und das untere Sprunggelenk weist eine Knickstellung zum Innenknöchel auf, das Fußlängsgewölbe ist abgeflacht und das Quergewölbe zusammengesunken. Ursache sind zu schwache Fußmuskeln. Der Fuß läuft ohne Schutz auf den Mittelfußknochen. Folgen sind Knieschäden, Bandscheiben und Rückenprobleme. Beim Spreizfuß ist das Quergewölbe durchgetreten, der Vorfuß ist verbreitert und liegt flach am Boden. Unterhalb der Grundgelenke  der  zweiten und dritten  Zehe befindet sich eine dicke Hornhaut. Die natürliche Fußsohlenpolsterung ist stark verringert. Der Spreizfuß läuft ohne Dynamik direkt auf den Knochen, der Vorfuß ist überbelastet .
Die Folge des Spreizfußes kann ein Hallux Valgus sein mit Schiefstand des großen Zehs im Grundgelenk. Das Grundgelenk knickt ab, der große Zeh wird nach außen gezogen und übt zusätzlich Druck auf die kleinen Zehn aus. Hammer- und Krallenzehen bleiben dann meist nicht aus. Wird diese Deformation nicht frühzeitig behandelt, kann es zu schmerzhaften und beeinträchtigenden Auswirkungen führen. Im fortgeschrittenen Zustand folgt in vielen Fällen die Operation, ohne das die Ursachen behoben wurden.

Quergewölbe wiederbeleben
Ist das Quergewölbe dauerhaft abgeflacht und inaktiv geworden, kann es in vielen Fällen wieder aktiviert und aufgebaut werden. Der Vorfuß muss mobilisiert und die kurzen Fußmuskeln in der Feinmotorik trainiert werden, was etwas Geduld und Wahrnehmungssensibilisierung benötigt. Meistens ist die Wahrnehmung in den kleinen Fußmuskeln nicht besonders ausgeprägt.

Mobilsierung des Quergewölbes
Um das Quergewölbe zu aktivieren, kann man es ganz einfach mit der Hand aufbauen. Setzen sie sich mit gestreckten Beinen auf den Boden und greifen sie mit beiden Händen einen Fuß jeweils am Groß- und Kleinzehengrundgelenk. Die Daumen liegen oben, die anderen Finger umgreifen unter der Fußsohle den ersten und fünften Mittelfußstrahl. Mit einer sanften Einrollbewegung rollen sie nun die beiden Pole spiegelsymmetrisch gegeneinander ein. Beobachten sie, wie sich das Quergewölbe aufbaut. Rollen sie nun die Mittelfußstrahlen wieder in die andere Richtung auseinander. Beobachten sie, wie das Quergewölbe abflacht. Finden sie einen langsamen und gleichmäßigen Rhythmus. Spüren sie die Elastizität und Beweglichkeit zwischen den Mittelfußknochen und versuchen sie, die Bewegung zwischen abflachen und aufspannen des Quergewölbes in seiner Dynamik wahrzunehmen.

Quergewölbe in Asanas
In Asanas ist die Aktivierung des Quergewölbes sehr vorteilhaft für die Stabilisierung und Aufrichtung in Standpositionen. Der Kontakt zum Boden kann besonders

gut entwickelt werden. Auf der energetischen Ebene kann durch die Aktivierung des Quergewölbes der Fuß als Energiequelle erfahren werden.

Tadasana
Richten sie sich in Tadasana auf und stellen sie die Füße eine Handbreit auseinander. Die Fußaußenkanten parallel. Spüren sie die Auflageflächen der Füße am Boden. Stabilisieren sie den Fuß im Längsgewölbe, Fersenaußenkante und Großzehenballen dabei in den Boden verschrauben.  Versuchen sie das Längsgewölbe während der Übung so gut es geht zu halten. Richten sie nun das Quergewölbe auf. Konzentrieren sie sich auf den Großzehenballen, üben sie etwas Druck darauf aus und senken sie ihn in den Boden. Lösen. Konzentrieren sie sich auf den Kleinzehenballen, üben sie etwas Druck aus und senken sie ihn in den Boden. Lösen. Nun wiederhohlen sie diese Übung gleichzeitig mit Groß- und Kleinzehenballen, bis sich das Quergewölbe zwischen  dem zweiten und dem vierten Mittelfußstrahl leicht aufbaut. Lassen sie dabei die Zehen entspannt und achten sie darauf, den Fuß nicht in die Breite zu drücken. Aktivieren sie die kurzen Fußmuskeln durch ein rhythmisches Wiederholen von Anspannung und Entspannung, Gewölbe aufbauen und abflachen. Denken sie sich den Aufbau des Quergewölbes von den Fußwurzelknochen beginnend und bis zu den Mittelfußknochen weiter gehend. Schließen sie nach einigen Wiederholungen die Augen und erspüren sie, wie Energie im Fuß aufgebaut wird. Spüren sie, wie der Fuß  Stabilität gewinnt und zugleich durchlässig wird. Lassen sie die Energie durch die Beine, ins Becken und durch die Wirbelsäule nach oben zur Kopfkrone fließen. Diese Übung erfordert viel Konzentration und Koordination. Mit der Zeit werden sie merken, wie die Fußmuskeln aktiver werden, der Fuß wie eine Pumpe Energie aus dem Boden holt und ein leichter Energiestrom aus den Füßen nach oben aktiviert wird.

Viraphadrasana 1
Stellen sie sich in die Position, das vordere Bein gebeugt, Schienbein senkrecht zum Boden, Knie über dem Fußgelenk, der Fuß ist gerade nach vorne ausgerichtet.  Richten sie den Fuß des gebeugten Beins im Längsgewölbe aus. Bringen sie dazu die Außenkante der Ferse in den Boden, den Großzehenballen in den Boden und nach vorne verlängert.  Aktivieren sie nun auch das Quergewölbe des vorderen Fußes. Stellen sie sich das Quergewölbe vor und  bauen sie es von den Fußwurzelknochen nach vorne auf. Die Zehen bleiben entspannt. Spüren sie die Kraft des Quergewölbes und richten sie den Fuß noch etwas mehr auf.
Das hintere Bein ist gestreckt, der Fuß ca. 30° nach vorne eingedreht. Die Fußaußenkante hat guten Bodenkontakt, der Großzehnballen drückt in den Boden und zieht sanft in Längsrichtung des Fußes nach vorne. Die Beine sind hüftbreit aufgestellt. Bauen sie das Quergewölbe genau wie im vorderen Fuß auf. Spüren sie beide Fußgewölbe, den Bodenkontakt und den Energieaustausch zwischen Füßen und Boden. Durch die Fußaufrichtung beginnt Energie durch die Füße in die Beine, ins Becken und die Wirbelsäule entlang nach oben aufzuströmen.

Mehr Fuß im Leben
Im Alltag kann die Aufmerksamkeit jederzeit zu den Füßen gelenkt werden. Docken sie im Laufe des Tages einfach immer wieder an der potentiellen Energiequelle Fuß an. Wenn sie am Schreibtisch sitzen, schlüpfen sie einfach aus dem Schuh heraus und aktivieren sie das Quergewölbe unter dem Tisch. Holen sie sich dadurch Energie.  Wenn sie gehen, versuchen sie, das Abrollen und Abfedern des Fußes in einen fließenden und federnden Gang zu übertragen. Der Körper wird mit einem Gefühl der Leichtfüßigkeit und Entspanntheit antworten.

Durch erhöhte Aufmerksamkeit würdigen sie ihre Füße.  Dort wo die Aufmerksamkeit ist, fließt auch Energie. Schauen sie sich ihre Füße an und erforschen sie durch die anatomische Ausrichtung des Fußes in den Asanas seine physischen wie energetischen Aspekte.

Author: Shala Berlin – Eva & Henning Moog

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