Yoga Philosophie – Hamsa Soham Ujjayi Atmung Om Aum Upanischaden

Om UpanischadeOm. Dem Atem kommt im Yoga eine zentrale Bedeutung zu. Richten wir den Blick auf den Atem, dann geht auch die Blickrichtung nach innen. ‘Yoga inner way’ ist eine alte Siddha Weisheit. Der Atem ist die Kraft…

Ist der Körper frei von Energieblockaden, dann kann die Atemenergie, Prana-sakti, den subtilen Körper durchströmen. Mit zunehmender Sensibilisierung für Energie und Verstärkung der Energie über Pranayama, Bandhas und Mudras (vgl. Fortbildungs- Wochenmodul Taking roots to fly) wird die Erfahrung vor allem der aufströmenden Energie (uddhiyana / udana) intensiver und gleichzeitig in der Wahrnehmung klar und deutlich.n Kreisläufe wie den Atemkreisaluf, Herzkreislauf usw. in Bewegung hält,. Der Atem ist meßbar und faßbar. Gleichzeitig ist der Atem auch die zentrale Kraft auf energetischer Ebene, dem subtilen, nicht meßbaren, aber erfahrbaren Körper. Der Atem hält die Energiewirbel, die Cakren, in Bewegung.

Durch Tirumalai Krishnamascharya und der Verbreitung von Ashtanga Vinyasa Yoga ist die Ujjayi Atmung bekannt geworden. Sie wird mit ‘siegreicher’ Atmung übersetzt. Verfolgt man die Ursprünge der Ujjayi Atmung weiter, so stößt man auf die traditionellen Hatha Yoga Meister, Siddha Meister, genannt. Dort wird Ujjayi Atmung in der Symbolik des Hamsa oder Soham verstanden.

Die Symbolik von Hamsa oder Soham bildet ein eigenes Mysterium. Bei kontinuierlicher Praxis oder spontan in einem Moment der Versenkung kann ein tiefes, unmittelbares Verständnis von Energie und Bewußtsein, von der Welt und dem Kosmos in den Begriffen von Hamsa Soham entstehen. Daher gibt es traditionell Initiationen, in dieser Tradition.

Ohne es vorher zu wissen, wurden wir in Indien in dieser Tradition eingeweiht. In Zukunft wird es immer mal wieder Veröffentlichungen von uns zu diesem klassischen Thema geben. Auch wenn die Sprache der Originaltexte gewöhnungsbedürftig ist, so ist sind die Upanischaden Grundlage und Vorbereitung für das wunderschöne tantrrische Weltbild, das Göttliche in uns Selbst, aber auch in der Schönheit außerhalb zu sehen.

Im folgenden zegen wir einige Auszüge aus den Originaltexten, die uns dieses Weltsicht nachempfenden lassen. Gleichzeitig hoffen wie darüber dem Yoga Übenden einen Zugang, zu den Wurzeln des Yogas zu verschaffen.

Göttliches Bewußtsein im Inneren – Göttliches Bewußtsein im Äußeren
Upanshischaden
Um ein helles Licht zu schauen, brauchen wir nicht in den Himmel zu sehen, denn in unserer Seele brennt ein strahlenden Feuer. Akasa (Raum) im Herzen, ein spiegelklarer See, der die Seele reflektiert. Das Herz des Menschen ist Gottes Wohnstatt „Brahmana kosi si“ Du bist Brahmans Gefäss. Das innere unsterbliche Selbst (Atman) und die allumfassende kosmische Macht (Brahman) sind ein und dasselbe. Brahma ist Atmen (Atman) und Atem (Atman) ist Brahma. Die eine höchste Macht, die alles ins Dasein treten liess, ist im inneren Selbst eines jeden Menschen.

Das göttliche Bewußtsein im Inneren
Aham brahma asmi (1.4.10) ‘Das kosmische Beuwßtsein ist in mir’, „Ich bin das kosmische Bewußtsein“ ,
„Dieser wahrlich, welcher dieses Selbst (Atman) ist, das ist dieses Unsterbliche, dieses Absolute (brahman), diese ganze Welt. Das Innen ist mitten in der Welt von aussen zu leben.

Das göttliche Bewußtsein im Äußeren
Hamsa Soham – Hamsa Upanischade
More says Sanathkumara: “Let us now go ahead and explain in detail – … – all about how to meditate and chant the slogan or mantra – ‘hamsa hamsa’ ”.

“That one who understands the Supreme Being which resides in all beings like the inherent presence of fire in the firelogs and of oil in gingelly seeds, he will never die or attain the fate of other mortals.”

Om ! That (world) is a complete whole. This (world) too is a complete whole. From the complete whole only, the (other) complete whole rose.
Even after removing the complete whole from the (other) complete whole, still the complete whole remains unaltered and undisturbed.

Om Shanti ! Shanti ! Shanti

 

OM – AUM – Göttliches Bewußtsein als Klang
Die Manduka Upanishad gilt als Extrakt aller Upanisaden
Die Welt ist Brahman. Brahman ist der Atman, der Atman aber ist der Om Laut. Aum wird aus Om abgeleitet


Aum als Symbol des BewußtseinsA: Der Raum im Beckenbereich öffnet sich, steht für Materialität, Erdung Wachbewusstsein
U: Der Raum im Brustbereich, Laut der Mitte; repräsentiert den Wandel; auf dem Weg sein; Taijasa: Traumbewusstsein
M: Der Raum im Kopfbereich, zur Ruhe kommen; zur Vollendung kommen; Prajna, Tiefschlaf,
Vierter unhörbarer Teil; nicht fassbar; Der Raum des Selbst; wer den unhörbaren Teil des Om wahrnimmt, erfährt den Laut in seiner ursprünglichen Einheit, Turya Göttliches Bewußtsein

Abbildung 1 Das Om