Yoga Philosophie–Atman-Brahman-Mysterium der Upanishaden–Sankara-jnana

Die Textsammlung der Upanishaden (Upanischaden) bildet die Grundlage der gesamten indischen Philosophiegeschichte,d.h. die traditionellen Yogastile Jnana,- Bhakti Yoga (vgl. Bhagavat Gita), Hatha,- und Tantra Yoga, aber auch der großen systeme wie Buddhismus und Vedanta.

Die Texte wurden meist in Prosa verfasst und nicht in der Versfrom der ursprünglichen Lieder der Veden. Der Kern der Upanischaden ist zwischen 700 v. Chr. und 200 v. Chr. verfasst worden.
Die revolutionäre Erneuerung der Upanishaden bestand an der Erkenntniss, das Göttliche nicht nur im außen zu suchen, sondern im Inneren. Da haben die Naturgötter wie Sonne, Mond, Wind, Feuer an Bedeutung verloren zugunsten innerer Pratiken in der Abgeschiedenheit.

sankara_2 ‘Die Erkenntnis der Upanischaden offenbart sich nicht dem Veda-Kenner oder Opferexperten, sondern dem denkenden und suchenden Menschen. Das rituelle Opfer aus der Zeit der Veden wird zu einem inneren Prozess gewandelt und in Form intensiver Betrachtungen oder Meditationen verinnerlicht. Die Opfernden führten nicht mehr oder nicht nur das äußere Opfer aus, sondern sie opferten sich gleichsam in einem inneren Prozess, um so zur Erkenntnis und Wahrheit des Göttlichen zu gelangen. ‘ (wikipedia)

Beispiel aus Orginaltext Chandogya Upanishade
Um ein helles Licht zu schauen, brauchen wir nicht in den Himmel zu sehen, denn in unserer Seele brennt ein strahlenden Feuer. Akasa im Herzen, ein spiegelklarer See, der die Seele reflektiert. Das Herz des Menschen ist Gottes Wohnstatt „Brahmana kosi si“ (Taitara Up) Du bist Brahmans Gefäss. Das innere unsterbliche Selbst und die allumfassende kosmische Macht sind ein und dasselbe. Brahma ist Atman und Atman ist Brahma. Die eine höchste Macht, die alles ins Dasein treten liess, ist im inneren Selbst eines jeden Menschen.

Meditation – The ‘I am presence’ – die ‘ich bin im Hier & Jetzt’ im unendlichen Bewußtsein
Ich bin das, was nicht in Worte gefasst werden kann – tattvamasi.*
Ich bin das was sich hinter dem Bild befindet, welches ich von mir selbst habe – tattvamasi.*
Ich bin was die Quelle des Bewußtseins genannt wird – tattvamasi.*
Ich bin das was unendlich ist– tattvamasi.*
*von Eva & Henning Moog